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Alles Neu macht der Mai

Petra Spuller
Veröffentlicht von Petra Spuller · 5 Mai 2021
Tags: Psychotherapie1040Wien
…macht die Seele frisch und frei…
Der Auszug dieses Liedes klingt schon mal gut, gerade in diesen (Corona-) Zeiten. Was ist eigentlich mit „Seele“ gemeint?
Laut Duden-Definition bezeichnet das Wort "Seele" all jenes, was eine Person denkt, fühlt und empfindet und ist damit ein Synonym des Wortes "Psyche".
Ok, alles klar, dann stellt sich nun die Frage wie man die Seele „frisch und frei“ bekommt?

Beginnen wir mit dem Denken. Viele von uns sind WeltmeisterInnen im Denken. Es wird berichtet, dass das Kopfkino losgeht, dass sich die Gedanken im Kreis drehen, dass sich die Gedankenspirale in Gang setzt usw. In der Regel belasten diese Gedanken, da sie zumeist negativ und fühlbar unkontrolliert ablaufen, eben wie ein Film.
Zumeist handelt es sich um negative, sich bewertende Gedanken. Analysiert werden Situation in dem man etwas bestimmtes getan, gesagt oder eben nicht getan und gesagt hat. Was andere über einen denken, wie wir gesehen werden. Oft geht es darum, dass man sich selbst verurteilt, für Dinge, die man „falsch oder fehlerhaft“ gemacht hat.

Was andere über uns denken, wissen wir in der Regel nicht, da müssten wir direkt nachfragen, und selbst dann wüssten wir nicht, ob es der Wahrheit entspricht. Also das ist definitiv nicht die Lösung des Problems.

Die Lösung liegt bei uns selbst!
Das heißt ich kann mich selbstbestimmt entscheiden, wie ich mich sehe, wie ich mich bewerte, ob ich meine vermeintlichen Fehler verzeihen kann und verzeihen will. Wir haben es selbst in der Hand und sind nicht von anderen abhängig bzw. ausgeliefert, und das ist gut so.
Selbstbestimmt heißt selbstverantwortlich. Das bedeutet Arbeit. Ja, es muss dafür etwas getan werden, das stimmt, da gibt es nichts schön zu reden.  Aber, ich weiß aus Erfahrung: es lohnt sich. Was bedarf es noch? Eine Portion Mut. Wenn du dir etwas zutraust, es probierst, wirst du schnell merken, dass sich nicht nur in dir etwas positives verändert sprich, dass du dein Selbstbild anderes definierst, sondern dass dein Umfeld dich anderes wahrnimmt und anders, eben positiv auf dich reagiert.
Ich persönlich bin davon überzeugt und habe es schon oft bei meinen KlientInnen miterleben dürfen.

Konkret geht es dabei um typische Gedanken, die wir oft über uns haben, wie „ich schaffe nie etwas“, „ich bin zu dumm dafür“, „ich habe nichts Besseres verdient“… Das sind Gedanken, die unserem Selbstvertrauen nichts Gutes wollen und es kleiner machen. Zumeist sind es auch nicht unsere eigenen Gedanken, die wir hier denken, sondern wurden uns in der Kindheit und Jugend von anderen (Bezugs-) Personen, wie Eltern, LehrerInnen, Peers etc. ins Ohr gesetzt. Hierbei ist es hilfreich zu schauen, von woher genau diese Gedanken eigentlich kommen und diese zu hinterfragen. Wenn wir im Zuge des Grübelns mit negativen Gedanken konfrontiert werden, geht es nicht darum Sie zu ignorieren, das ist auch schwer möglich, sondern Sie zu hinterfragen und zu relativieren.
Damit meine ich, dass man seinen Gedanken nicht immer gleich glauben muss!

Gedanken lösen Gefühle aus. Wenn ich über mich denke, dass „mich niemand mag“ oder dass „ich es wie immer nicht schaffen werde“ kann das unter anderem Gefühle der Traurigkeit oder Minderwertigkeit auslösen. Das führt dazu, dass wir nichts mehr ausprobieren oder wir uns zurückziehen, also den Kopf in den Sand stecken. Das macht uns traurig und in Folge einsam.

Also was kannst du gegen Gedanken machen, die dir nicht guttun:

Tipp 1: Glaube deinen Gedanken nicht immer, hinterfrage diese kritisch!
Tipp 2: Sammle Gegenbeweise für deine Gedanken. Z.B.: was hast du schon in deinem Leben geschafft? Welche positiven Begegnungen hattest du bereits?
Tipp 3: Versuche deine Gedanken nicht zu unterdrücken oder zu bekämpfen, das funktioniert ohnehin nicht. Begegne ihnen freundlich und versuche diese dann „ziehen zu lassen“.
Tipp 4: Konzentriere dich auf deine Atmung und kommentiere laut, wenn du ein und ausatmest.
Tipp 5: Setze dir ein Zeitlimit, maximal 15 Minuten intensives Grübeln ist erlaubt, dann steht etwas anderes am Programm.
Tipp 6: Nimm dir einen Zettel und einen Stift und schreibe dir deine Gedanken von der Seele, und besprich diese mit einer Expertin.
Gerne stehe ich als Expertin zur Verfügung!


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